StartseiteArtikelPutenunterkeulen mit Kräuter-Salsa und Mangold.

Die Kräuter-Salsa haben wir von Tim Mälzer abgeschaut. Ist es Euch schon aufgefallen, dass ich oft zwischen „Ich“ und „Wir“ wechsle? Doch immer blogge „Ich“ und immer essen „Wir“. Aber beim Kochen sind die Grenzen verschwommen. Nach der Arbeit gehen wir oft zusammen ins Fitnessstudio und bevor wir dann nach Hause fahren, relaxen wir noch bei einen Kaffee.

+ Hast Du schon etwas für’s Abendessen vorbereitet?

+ Ich hatte heute bei Rewe zwei Putenunterkeulen gekauft und sie eben noch in den Ofen geschoben. Die sind gleich fertig.

+ Super! Aber was soll daraus werden? Was machen wir dazu?

+ Weiß nicht! Müssen wir noch überlegen!

+ Tim Mälzer hatte doch neulich in den Mallorca-Sendungen zu Ostern eine Art Kräuter-Vinaigrette gemacht und zu gebratener Lammschulter serviert.

+ Ja, das war interessant. Das könnte hier passen. Das lässt dem Fleisch viel Eigenständigkeit.

+ Und als Beilagen?

+ Nichts Aufwendiges!

+ Vielleicht nur ein Gemüse …

+ … das man schnell in der Pfanne garen kann.

+ Ok! Dann gehen wir nochmal kurz bei Penny ‚rein und schauen, was die haben.

+ Also irgend was an frischen Kräutern für die Salsa und irgend ein geeignetes Gemüse als Beilage.

Als Gemüse haben wir Mangold genommen. Aber jetzt machen wir erstmal einen Zeitsprung zurück und setzen die Keulen auf. Gut salzen und mit Paprikapulver einreiben. In eine passende Ofenform legen und in den auf 220 Grad vorgeheizten Ofen stellen. Nach 15 Minuten auf 120 Grad herunterschalten und sich 2 1/2 Stunden mit anderen Dingen befassen. Kommt man dann zurück in die Küche, kümmert sich einer um den Mangold, und der andere um die Salsa.

Von dem Mangold den Fuss entfernen, der alle Blätter zusammen hält. Diese abbrausen und in 8 bis 12 mm breite Streifen schneiden. Das ist jetzt vermutlich ein ziemlicher Berg, doch beim anschmoren fällt das schnell zusammen. Man wählt eine geeignete Pfanne oder einen flachen und auf jeden Fall breiten Topf. Eine Zwiebel klein schneiden und in reichlich Olivenöl anschwitzen. Dann den Mangold, der noch etwas nass vom Abwaschen ist, zugeben. Wir arbeiten eine Zeit lang mit starker Hitzezufuhr, salzen und geben etwas Zucker hinzu. Dann die Hitze auf minimal reduzieren, eine Knoblauchzehe durchpressen und dazugeben, sowie den Saft eine halben oder ganzen Zitrone. Deckel drauf und noch etwas garen lassen. Man sollte für den gesamten Garprozess 15 bis 20 Minuten einplanen. Zuletzt nochmal abschmecken.

Für die Kräuter-Salsa berufen wir uns auf Tim Mälzer. Doch immer wenn es „frische Kräuter“ heißt, ist es auch klar, dass man einen Spielraum zur Variation hat. Wir hatten ein Bund Petersilie, ein Schächtelchen Kresse und ein Bund Lauchzwiebeln, das wir aber nur zum Teil verwendet haben. Kräuter grob fein wiegen ( versteht Ihr was ich meine? Die müssen nicht atomisiert werden. ) Zwei oder drei Lauchzwiebeln längs halbieren und in feine Halbringe schneiden. Das alles in eine Schüssel geben und mit Salz, etwas Zucker und dem Saft mindestens einer halben Zitrone würzen. Tim Mälzer spricht noch von Chiliflocken. Wir mörsern eine getrocknete Peperoni-Schote. Dann eine gute Portion Olivenöl dazu geben. Nimmt man zu wenig Öl, bekommt man einen Brei, der am Löffel kleben bleibt. Die Salsa soll aber gut vom Löffel abfließen. So hat es Tim in der Sendung gesagt und gezeigt (aber nicht aufgeschrieben).

Für diejenigen, die noch keine Putenunterkeulen hatten, will ich noch ein anatomisches Detail erwähnen. Parallel zum Hauptknochen ist das Fleisch von feinen nadelartigen Streben durchzogen. Wenn die Keule aber schön durchgegart ist, lassen sich diese Gräten leicht heraus ziehen. Die Salsa träufelt sich jeder selbst über die Fleischbrocken auf seinem Teller. Köstlich.


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