StartseiteArtikelHuhn mit Essig, Wein, Schalotten, Sultaninen, Speck und Zimt.

Und das war es auch schon, wenn wir mal Salz, Pfeffer und Wasser unerwähnt lassen. Diese Interpretation von Coq au Vin haben wir im Zeit-Magazin im wöchentlichen Post von Elisabeth Raether gelesen. Mit ihrer Kolumne „Wochenmarkt“ füllt Frau Raether den Platz im Zeit-Magazin, der Jahrzehnte lang für Wolfram Siebeck reserviert war. Dieses Hühnerrezept ist typisch für die Kolumne: unkompliziert in der Zubereitung und auf das wesentliche konzentriert bei den Zutaten.

Der erfahrene Hobbykoch hat sein Wissen, wie er Dinge schmackhaft machen kann. Aber muss immer alles sein? Weglassen ist eine Devise, die man vielleicht öfter beherzigen sollte. Bei diesem Rezept ist mir mir das besonders zu Bewusstsein gekommen.

https://www.zeit.de/zeit-magazin/2020/40/zimt-huhn-rosinen-rezept-wochenmarkt

Was hätte man hier noch alles dazutun können? Statt nur Schalotten, hätte man die übliche Wurzelgemüse-Menagerie (Möhren, Sellerie) erwarten können. Schließlich soll eine Brühe entstehen in dem die Hühnerteile liegen. Auch ein Lorbeerblatt wäre nicht unüblich, fehlt aber hier. So entsteht eine saure Speckbrühe, die mit den Rosinen einen süßen Gegenpool bekommt und durch die Zimtstange eine weitere Geschmacksdimension. Reicht doch.

Update 8.2.2021: Frau Reather schreibt „Die Schalotten ungeschält in kochendes Wasser geben und ungefähr 8 Minuten lang weich kochen. Herausnehmen, schälen und beiseitestellen.“ Das hatte ich bisher nicht gemacht, sondern die Schalotten wie gewohnt vorher geschält. Jetzt habe ich es einmal ausprobiert. 8 Minuten sind dafür viel zu lange. Da sind die Schalotten schon total matschig. Mehr als mit heißem Wasser überbrühen und eine Minute wirken lassen, scheint mir nicht angebracht.


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