Blattspinat!
Oh! Wie der auf der Zunge liegt. Ein unglaubliches Mundgefühl.
Einen Nudelauflauf mit Tiefkühlspinat hatte ich vor Jahren hier beschrieben: https://b-eats-blog.de/2013/09/griff-kuehltruhe-nudelauflauf-spinat-16374321/
Jetzt machen wir zwar wieder Nudeln mit Spinat aber wir wollen und werden in einer ganz anderen Liga spielen. Der Spinat kommt frisch aus Eurem Garten oder Ihr habt ihn auf dem Markt oder bei einem Hofladen gekauft. Ab und zu bekommt man frischen Spinat auch abgepackt in einem Cellophan-Beutel im Supermarkt.
Wie auch immer sollte man den Spinat nach dem Pflücken oder kaufen schnell verarbeiten. Einen Tag im Gemüsefach des Kühlschranks ist aber akzeptabel. Der Spinat muss gründlich gewaschen werden. Verunreinigungen, die wir herausfiltern wollen, schwimmen oben auf dem Wasser, oder sie sind schwerer als Wasser und sinken auf den Grund des Beckens, in dem wir den Spinat waschen (Sand). Die unerwünschten Partikel auf der Oberfläche des Wasser entsorgen wir vielleicht mit Hilfe des „Überlaufs“ des Beckens. Der schwere „Sand“ bleibt einfach zurück, wenn wir den Spinat aus dem Wasser herausfischen. Vielleicht wiederholen wir diesen Reinigungsprozess ein zweites mal, um sicher zu gehen, dass wir alle Verunreinigungen beseitigt haben.
Bei diesen Waschgängen müssen wir aber noch weitere ToDos erledigen. Der Spinat hängt eigentlich in rustikalen „Büscheln“ zusammen. Diese groben Wurzelwerke entfernen wir. Außerdem haben wir zweierlei Konsistenzen. Blatt und Stiel! Die groben Stiele trenne ich von ihren Blättern und lege sie zur Seite um sie separat zu behandeln. Früher habe ich die Stiele auch weggeworfen, was ich jetzt aber für falsch halte. Wie wir gleich sehen finden sie Ihre Verwendung.
Ich schneide eine große Zwiebel klein und dünste diese in einem Topf, der später auch den ganzen Spinat aufnehmen soll. (Der Spinat hat zwar jetzt im Rohzustand ein großes Volumen, wird aber unter Hitzeeinfluss total zusammenfallen. Überlegt also, mit welchem Eurer Töpfe Ihr dieses „aus viel wird wenig“ am besten hin bekommt.) Je nach Tageslaune nehme ich Butter oder Olivenöl oder auch beides. Zu den Zwiebel kommen dann die klein geschnittenen Gemüsestiele dazu und nach belieben in feine Scheiben geschnittener Knoblauch. Vielleicht eine winzigen Schluck Wasser dazugeben, damit hier nichts anbrennt und schließlich die Herdplatte abschalten und den Deckel auflegen.
Hier haben wir einen „Haltepunkt“ und Ihr könnt erstmal eine Vorspeise essen oder einen Aperitiv trinken.
Wie geht es weiter? Der gewaschene Spinat wird auf einem Küchenbrett sehr grob zerkleinert mit Schnitten im Abstand von vielleicht 2 cm. So bleibt der Blattspinat-Eindruck erhalten aber man verhindert, dass der Spinat im garen Zustand in einem einzigen Klumpen zusammen klebt. Für die Nudeln (ich bevorzuge Spagetti) und dem Spinat benötige ich jetzt etwa die selbe Zeit. Den Topf mit dem Zwiebelansatz heize ich wieder an und geben den Spinat dazu. Jetzt Salzen und den Saft einer halben Zitrone dazugeben. Ab und zu den Spinat wenden, bis er ganz zusammen gefallen ist. Die Hitze reduzieren und einen Moment noch den Deckel auflegen.
So jetzt sind auch die Nudeln fertig. Den Spinat nochmal endgültig abschmecken und mit einem geeignetem Greifer einen Großteil der Spagetti aus dem Nudelwasser fischen und direkt zu dem Spinat geben. Den Rest der Nudeln durch ein Sieb geben und in einer Schüssel als „Nachschlag“ warm halten. Der Topf mit den Spinat-Nudeln kommt zusammen mit einem Salatbesteck auf den Tisch. Man muss beachten, dass der Spinat nicht wirklich eine Sauce ist, in die die Nudeln eintauchen. Beim Aufschöpfen muss man also sehen, dass man ein ausgewogenes Verhältnis von Nudeln, Blattgrün, Zwiebelmasse und Brühe, die sich gebildet hat, auf den Teller bekommt. Gerne reiben wir uns noch Parmesan darüber.
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