StartseiteArtikelStachelbeerchutney

Der Akustikkoppler hatte mir im Juli einen Beutel Stachelbeeren aus seinem Garten mitgebracht. Was sollte ich damit machen? Anderes Obst futtert man mal so zwischendurch weg. Doch Stachelbeeren? Vielleicht morgens zum Müsli! Nicht wirklich prickelnd! Denkbar wäre ein Kuchen oder Konfitüre. Aktuell gibt es im Zeitmagazin einen Artikel mit einer Stachelbeertorte und die ist verblüffend ähnlich zu einer, mit der meine Mutter immer großen Zuspruch erlangt hat. Doch mit den süßen Sachen habe ich es eigentlich gar nicht.

Unser großer Bruder Google, brachte mich auf die Idee, ein Chutney zu machen. Also irgend wie eine Marmelade, die aber neben süß auch herzhaft, sauer und scharf ist. Das passt gut zu einem gegrilltem Stück Fleisch, oder auch zu Käse. Sowohl das Chutney, wie auch dieser Artikel, mussten aber noch etwas abhängen, weil das Wetter so gar nicht nach Grillen war. Die finale Qualitätskontrolle fand also lange nicht statt, weil das Chutney im Kühlschrank auf seine Verwendung wartete und vorher wollte ich darüber nicht schreiben. Zwar war das Wetter zwischendurch auch mal gut, doch wir waren im Urlaub, was ich nicht beklagen möchte. Da hatten wir auch schönes Wetter, aber kein Chutney.

Eigentlich war das meine erste Marmelade und das nachhaltigste Gericht, das ich jemals gekocht habe. Ich habe das Chutney in sterilisierte kleine Gläschen abgefüllt und bewahrte sie (und bewahre sie immer noch) im Kühlschrank auf. Jetzt nach 2 Monaten bot sich die Gelegenheit. Überraschend gab es noch mal einen schönen Tag, an dem man auch für den Abend sommerliche Restmilde erwarten konnte. Also wurde gegrillt: ein paar Steacks, ein paar Würstchen. Und das Chutney.

Rückblende: An Zutaten habe ich neben 700g Stachelbeeren etwa 250g Zwiebeln, 200g Zucker und 180g Obstessig (beim nächsten mal reichen 120g) verwendet und zur weiteren Würzung noch eine große Knoblauchzehe, etwas geriebenen Ingwer und ebenso geriebene Zitronenschale, eine rote Chillischote, etwas Majoran und ein Lorbeerblatt. Natürlich Salz und Olivenöl. Zuerst werden die kleingeschnittenen Zwiebel in dem Öl angeschwitzt und dann kommen eigentlich schon alle anderen Zutaten hinzu. Ohne Deckel etwa eine Stunde lang einkochen lassen. Das Ziel ist, dass ein Mus entsteht. Es darf aber nicht verbrennen. Dann in die Gläser abfüllen.

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Beim nächsten Mal darf es etwas weniger sauer werden. Süß und Scharf kann aber deutlicher hervorgehoben sein. Die saure Komponente scheint sich aber durch Oxidation zu reduzieren. Nur beim frisch aufgemachte Glas fiel uns die Säure etwas unangenehm auf. Das Glas, das schon angebrochen war, schmeckte immer harmonischer.


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